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Handwerk · Ratgeber

Was kostet ein Lead im Handwerk? Badsanierung, SHK und Dachdecker im Vergleich (2026)

Was ein Lead im Handwerk kostet: Klickpreise aus Keyword-Planner-Daten für Badsanierung, SHK, Wärmepumpe und Dachdecker, offener Rechenweg, Cost-per-Auftrag.

Peter Junior

Gründer von MetisGrowth

· 8 Min. Lesezeit

Kurz und direkt

Einen seriösen Pauschalpreis pro Lead gibt es im Handwerk nicht, denn die Kosten pro Anfrage ergeben sich aus Klickpreis geteilt durch Anfragequote. Die Klickpreis-Seite lässt sich belegen: Laut Google Keyword Planner (Abruf 14.10.2026, Deutschland) liegt der Median der oberen Gebotsgrenze für typische Auftragsbegriffe bei 2,68 € (Dachdecker), 3,15 € (Badsanierung), 5,38 € (Sanitär/Heizung) und 8,49 € (Wärmepumpe). Wer 3 € pro Klick zahlt und jeden zehnten Besucher zur Anfrage macht, zahlt 30 € pro Anfrage, bei jedem zwanzigsten 60 €. Entscheidend ist am Ende der Cost-per-Auftrag, den Sie mit dem Lead-Rechner für Ihre eigenen Zahlen ausrechnen.

Was ein Lead im Handwerk kostet, lässt sich nicht seriös mit einer festen Spanne beantworten. Belegen lässt sich aber, was Werbetreibende in Deutschland für typische Auftragsbegriffe pro Klick bieten, und daraus ergibt sich der Preis pro Anfrage mit einer einfachen Rechnung. Dieser Artikel zeigt die Klickpreis-Daten für Badsanierung, SHK, Wärmepumpe und Dachdecker, den Rechenweg bis zur Anfrage und warum am Ende der Cost-per-Auftrag die Zahl ist, die zählt.

Selbst rechnen

Mit dem Lead-Rechner geben Sie Suchvolumen, Klickpreis, Klickrate, Anfragequote und Abschlussquote ein und sehen sofort, was eine Anfrage und ein Auftrag bei Ihnen kosten.

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Was kostet ein Lead im Handwerk?

Der Preis pro Lead ist keine feste Branchenzahl, sondern das Ergebnis aus zwei Größen: dem Klickpreis und der Anfragequote, also dem Anteil der Besucher, die nach dem Klick tatsächlich eine Anfrage hinterlassen.

Kosten pro Anfrage = Klickpreis ÷ Anfragequote

Den Klickpreis bestimmt der Markt, also Gewerk, Suchbegriff, Region und Wettbewerb. Die Anfragequote bestimmen Sie selbst, mit Landingpage, Angebot und Vorqualifizierung. Deshalb zahlen zwei Betriebe im selben Ort für dieselbe Anzeige oft sehr unterschiedliche Preise pro Anfrage. Feste Spannen wie „30 bis 90 Euro pro Anfrage“ klingen konkret, sind aber ohne Angabe von Klickpreis, Anfragequote und Datenbasis nicht überprüfbar. Wir verzichten deshalb darauf und zeigen stattdessen beide Faktoren einzeln.

Was kosten Klicks in Badsanierung, SHK, Wärmepumpe und Dachdeckerei?

Die folgenden Werte stammen aus dem Google Keyword Planner, eigene Abfrage Oktober 2026: abgerufen über die Google-Ads-API am 14.10.2026, Geo Deutschland, Sprache Deutsch. Angegeben ist die Gebotsspanne für Anzeigenpositionen ganz oben auf der Seite, laut Google etwa das 20. und das 80. Perzentil historischer Gebote.

GewerkMedian obere GebotsgrenzeBeispielbegriffSuchanfragen pro MonatGebotsspanne
Dachdecker2,68 €dachdecker in der nähe18.1000,80–2,68 €
Badsanierung3,15 €badsanierung firma3201,32–5,06 €
Sanitär/Heizung/SHK5,38 €heizung austauschen kosten2101,48–4,15 €
Photovoltaik7,10 €photovoltaik angebot1702,96–17,17 €
Wärmepumpe8,49 €wärmepumpe angebot1.9004,15–28,08 €

Wichtig für die Einordnung: Das sind keine tatsächlichen Klickpreise. Der Preis eines Klicks entsteht bei jeder Suche neu in der Auktion und liegt laut Google in der Regel nur so hoch, wie nötig ist, um den Anzeigenrang zu erreichen. Die Spannen zeigen aber zuverlässig, wie umkämpft ein Gewerk ist und wo die Größenordnung liegt. Alle 22 Gewerke, die Städtevergleiche und die Rohdaten stehen in der Studie.

Wie rechnen Sie aus dem Klickpreis die Kosten pro Anfrage aus?

Teilen Sie den Klickpreis durch die Anfragequote. Die Klickpreise in der Tabelle unten liegen in der Größenordnung der Studie, die Anfragequoten von 5 und 10 Prozent sind reine Rechenannahmen, keine Messwerte. Ihre eigene Quote sehen Sie erst nach den ersten Kampagnenwochen.

Klickpreisbei 5 % Anfragequotebei 10 % Anfragequote
1 €20 € pro Anfrage10 € pro Anfrage
3 €60 € pro Anfrage30 € pro Anfrage
8 €160 € pro Anfrage80 € pro Anfrage

Zwei Dinge fallen auf. Erstens halbiert eine doppelt so hohe Anfragequote bei gleichem Klickpreis den Preis pro Anfrage. Die Landingpage ist deshalb oft der größere Hebel als das Gebot. Zweitens kann ein teurer Klick im Wärmepumpen-Segment trotzdem eine wirtschaftliche Anfrage ergeben, wenn der Auftragswert entsprechend hoch ist. Mit dem Lead-Rechner spielen Sie die Rechnung mit Ihren eigenen Werten durch, der Werbekosten-Rechner rechnet vom Budget aus.

Warum ist Lead nicht gleich Lead?

Bevor man Preise vergleicht, muss klar sein, was gezählt wird. Zwischen Anzeige und Auftrag liegen vier Stufen:

StufeWas es istAussagekraft
Klickjemand klickt die Anzeigegering
Anfragejemand hinterlässt Kontaktdatenmittel
Qualifizierte AnfrageProjekt, Eigentum, Budget und Zeitraum passenhoch
TerminVor-Ort- oder Beratungstermin stehtsehr hoch

Ein „Lead für 9 Euro“ ist oft nur ein Klick oder eine Anfrage ohne jede Prüfung. Eine qualifizierte Anfrage mit passendem Projekt ist mehr wert und kostet entsprechend mehr. Wer Angebote von Agenturen oder Portalen vergleicht, sollte deshalb immer fragen, welche Stufe gemeint ist. Wie sich Portal-Anfragen davon unterscheiden, steht im Vergleich der Handwerkerportale.

Warum zählt der Cost-per-Auftrag mehr als der Cost-per-Lead?

Der Preis pro Anfrage ist nur ein Zwischenwert. Was zählt, ist, was ein gewonnener Auftrag an Werbekosten verursacht. Eine Beispielrechnung, in der alle Werte Annahmen sind:

GrößeAnnahme
Preis pro qualifizierter Anfrage60 €
Anfragen bis zu einem Termin3
Termine bis zu einem Auftrag4
Anfragen bis zu einem Auftrag12
Rechnerischer Cost-per-Auftrag720 €
Auftragswert20.000 €

In diesem Beispiel kosten die Anzeigen für einen Auftrag 720 Euro, das sind 3,6 Prozent vom Auftragswert. Selbst bei doppelt so teuren Anfragen lägen die Werbekosten bei 7,2 Prozent. Ob das für Sie aufgeht, hängt von Ihrer Marge und Ihrer Abschlussquote ab. Rechnen Sie deshalb rückwärts: Wie viel darf ein Auftrag an Werbekosten höchstens kosten, damit er sich noch lohnt? Teilen Sie diesen Wert durch die Zahl der Anfragen, die Sie für einen Auftrag brauchen, und Sie haben den Preis, den eine Anfrage bei Ihnen höchstens kosten darf.

Was ist bei Leads für Badsanierer anders?

In der Badsanierung trennt sich die Recherche stark von der Beauftragung. „badsanierung kosten“ hat laut Studie 4.400 Suchanfragen im Monat bei einer Gebotsspanne von 0,70 bis 2,17 Euro: viele, eher günstige Klicks von Menschen, die sich erst informieren. „badsanierung firma“ hat nur 320 Suchanfragen, die Gebote reichen aber bis 5,06 Euro, weil hier jemand einen Anbieter sucht. Wer nur auf den günstigsten Klick optimiert, kauft viel Recherche und wenig Aufträge.

Zwei Dinge senken in der Badsanierung den Preis pro qualifizierter Anfrage besonders: starkes Vorher-Nachher-Material, weil Interessenten ein Bad aus unserer Erfahrung stark nach Bildern beurteilen, und ein Fragebogen, der Mietwohnung, Teilreparatur und unrealistische Budgets vor dem Termin aussortiert. Wie das aufgebaut ist, steht im Artikel zum vorqualifizierenden Funnel für Badsanierer, die Kanäle beschreiben Google Ads für Badsanierer und Meta Ads für Badsanierung.

Was ist bei Leads im SHK-Handwerk anders?

Im SHK-Handwerk entscheidet vor allem das Vorhaben über den Klickpreis. Akuter Bedarf ist teuer: „sanitär notdienst“ liegt bei 3,36 bis 12,19 Euro, „klempner notdienst“ bei 4,04 bis 14,07 Euro, weil viele Betriebe um dieselbe dringende Suche konkurrieren. Solche Anfragen führen oft schnell zum Einsatz, aber selten zu einem großen Auftrag.

Am anderen Ende steht die Wärmepumpe: Mit einem Median der oberen Gebotsgrenze von 8,49 Euro ist sie das teuerste der hier verglichenen Segmente, „wärmepumpe angebot“ reicht bis 28,08 Euro. Dafür geht es um Projekte, bei denen ein einzelner Auftrag viele teure Klicks trägt. Die Entscheidung reift allerdings meist über Wochen und hängt oft von Förderung und Gebäudezustand ab. Eine Kampagne, die Heizungsreparatur, Badumbau und Wärmepumpe in einen Topf wirft, verwischt diese Unterschiede. Besser ist eine bewusste Entscheidung für die Vorhaben mit dem höchsten Ertrag. Mehr dazu in Leadgenerierung für den Heizungstausch, Google Ads für SHK-Betriebe und Meta Ads für Heizung und Bad.

Was ist bei Leads für Dachdecker anders?

Bei Dachdeckern ist die Suchnachfrage groß und die Gebote sind vergleichsweise niedrig: „dachdecker in der nähe“ hat 18.100 Suchanfragen im Monat bei 0,80 bis 2,68 Euro, „dach neu eindecken kosten“ 880 Suchanfragen bei 0,54 bis 1,74 Euro. Das Problem ist weniger der Klickpreis als die Mischung: Unter den Suchenden sind viele Kleinreparaturen und Notfälle, die keinen Neueindeckungs-Auftrag ergeben.

Deshalb lohnt sich bei Dachdeckern eine Vorqualifizierung nach Dachgröße, Eigentum und Zeitrahmen besonders. Sie senkt die Zahl der Anfragen, aber erhöht den Anteil, der zum Auftrag wird, und spart den teuersten Schritt im Prozess: den Vor-Ort-Termin bei einem Vorhaben, das von Anfang an nicht passte. Wer zusätzlich Photovoltaik bewirbt, zahlt mehr pro Klick (Median der oberen Grenze 7,10 Euro), spricht aber auch Projekte mit höherem Auftragswert an. Die Kanäle stehen in Google Ads für Dachdecker und Meta Ads für Dachdecker.

Welche Faktoren senken die Kosten pro Anfrage?

Die größten Hebel liegen selten im Gebot, sondern im System:

  1. Spezialisierte Landingpage statt Firmen-Website. Eine Seite mit einem Angebot und einem Ziel hebt die Anfragequote und senkt damit direkt den Preis pro Anfrage. Woran eine gute Seite zu erkennen ist, zeigt der Artikel zur perfekten Landingpage für Handwerker.
  2. Saubere Keyword- oder Zielgruppenauswahl. Begriffe mit reiner Recherche-Absicht und unpassende Leistungen konsequent ausschließen.
  3. Echtes Bildmaterial. Fotos eigener Projekte statt Stockfotos machen Anzeige und Landingpage glaubwürdiger.
  4. Klare Vorqualifizierung. Wenige Fragen zu Vorhaben, Eigentum, Budget und Zeitraum sorgen dafür, dass Ihr Vertrieb nur mit ernsthaften Projekten spricht.
  5. Vertrauen vor dem Formular. Ein Lead-Magnet wie eine Kosten-Checkliste senkt die Hürde zur Anfrage. Wie Sie einen solchen Leadmagneten mit KI erstellen, steht im entsprechenden Artikel.

Kostenlose Excel-Vorlage

Was würde eine Kampagne bei Ihnen kosten? Der Google-Ads-Kampagnen-Planer hilft, Klickpreise und Budget für Ihre Region realistisch durchzurechnen.

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Wie passen die Leadkosten ins Gesamtsystem?

Leadkosten sind ein Baustein der planbaren Neukundengewinnung, nicht das Ziel. Was Google Ads insgesamt kosten und wie sich Budget und Betreuung aufteilen, steht im Artikel Google-Ads-Kosten im Handwerk, die Meta-Seite in Meta-Ads-Kosten. Wie Anzeigen, Landingpage und Vorqualifizierung zusammenspielen, beschreiben die Leitfäden zur Neukundengewinnung für Badsanierer, SHK-Betriebe und Dachdecker.

Ob sich bezahlte Anfragen für Ihren Betrieb und Ihre Region rechnen, klären wir im Erstgespräch anhand der Suchnachfrage und Ihrer Auftragsgrößen.

Häufige Fragen

Was Sie zu Handwerk noch wissen wollen.

Sie finden Ihre Frage hier nicht? Sprechen Sie uns direkt an — wir antworten ehrlich, auch wenn die Antwort nicht zu unserem Verkaufsgespräch passt.

  • Gibt es einen Durchschnittswert für Leadkosten im deutschen Handwerk?
    Keinen, der belastbar wäre. Öffentlich verfügbar sind vor allem US-Branchenreports und Werbeaussagen von Anbietern. Belegbar sind für Deutschland die Gebotsspannen aus dem Google Keyword Planner. Die Kosten pro Anfrage hängen zusätzlich von Ihrer Landingpage und Ihrer Vorqualifizierung ab und werden erst mit eigenen Kampagnendaten verlässlich.
  • Was ist der Unterschied zwischen Cost per Click und Cost per Lead?
    Der Cost per Click ist der Preis für einen Besucher, der auf die Anzeige klickt. Der Cost per Lead ist der Preis für einen Besucher, der tatsächlich eine Anfrage hinterlässt. Teilen Sie den Klickpreis durch die Anfragequote, erhalten Sie den Cost per Lead: 3 Euro pro Klick bei 10 Prozent Anfragequote ergeben 30 Euro pro Anfrage.
  • Ist ein günstiger Lead immer besser?
    Nein. Ein günstiger, aber unpassender Kontakt kostet Ihren Vertrieb Zeit und bringt keinen Auftrag. Eine etwas teurere, vorqualifizierte Anfrage mit passendem Projekt und Budget ist fast immer wirtschaftlicher. Angebote wie „Leads für 9 Euro“ sagen ohne Angabe, was als Lead zählt, nichts aus.
  • Ab wann sind die eigenen Leadkosten aussagekräftig?
    Wenn genug Anfragen zusammengekommen sind, dass einzelne Ausreißer das Ergebnis nicht mehr bestimmen. Werten Sie deshalb nicht nach wenigen Tagen aus, sondern vergleichen Sie Zeiträume mit ähnlich vielen Anfragen, und rechnen Sie immer bis zum Auftrag durch, nicht nur bis zur Anfrage.
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