Im Video oben rechnen wir die komplette Kostenkette live durch — hier bekommen Sie dieselben Zahlen kompakt zum Nachlesen. Die kurze Antwort auf die Kostenfrage: Facebook- und Instagram-Ads haben keinen festen Preis. Was ein Kunde kostet, ergibt sich aus einer Kette von vier Kennzahlen — dem CPM (Kosten pro 1.000 Ausspielungen), der Klickrate, der Conversion Rate der Landingpage und Ihrer Abschlussquote.
In einer soliden Beispielrechnung für einen Wärmepumpen-Betrieb landet ein gewonnener Kunde bei 120 €, im konservativen Szenario bei 1.200 €. Bei einer Auftragsmarge von rund 7.000 € bleibt das in beiden Fällen profitabel.
Die Zahlen in diesem Ratgeber stammen aus der Praxis: Peter Junior hat inzwischen siebenstellige Werbebudgets verwaltet, quer durch Branchen wie Handwerk, Versicherung, Steuerberatung und Industrie.
Was kostet Instagram-Werbung?
Instagram-Werbung kostet so viel, wie Sie als Budget festlegen: Einen festen Preis gibt es nicht. Meta berechnet nie mehr als das festgelegte Budget, und bezahlt wird nur, was tatsächlich ausgegeben wurde. Instagram läuft dabei in derselben Auktion und demselben Werbeanzeigenmanager wie Facebook, eine eigene Preisliste gibt es nicht. Als Einstieg reichen nach den Erfahrungen in diesem Ratgeber rund 50 € pro Tag, um erste belastbare Ergebnisse zu sehen. Was ein Klick, eine Anfrage und ein Kunde am Ende kosten, ergibt sich aus der Kette CPM, Klickrate, Conversion Rate und Abschlussquote: In der Beispielrechnung unten mit 30 € CPM und 2 Prozent Klickrate sind es 1,50 € pro Klick. Mit Ihren eigenen Zahlen können Sie das im Werbekosten-Rechner durchspielen (CPM, Klickpreis und Kosten pro Lead), und ob sich der Kunde bei Ihrer Marge rechnet, zeigt der ROAS-Rechner. Wie Sie Instagram-Werbung schalten, vergleicht Instagram Werbung schalten: App oder Werbeanzeigenmanager?.
Wie entsteht der Preis bei Instagram- und Facebook-Werbung?
Instagram-Werbung und Facebook-Werbung haben keinen festen Preis: Sie legen Ihr Budget selbst fest, und Meta berechnet Ihnen nie mehr als dieses Budget. Was Sie für eine einzelne Ausspielung zahlen, entscheidet eine Auktion, die laut Meta jedes Mal stattfindet, wenn jemand eine Anzeige sehen könnte. Gewinner ist nicht automatisch das höchste Gebot, sondern die Anzeige mit dem höchsten Gesamtwert aus 3 Faktoren (Meta: Informationen zu Werbeauktionen):
- Gebot: was Sie bereit sind, für Ihr Ziel zu zahlen,
- geschätzte Handlungsrate: wie wahrscheinlich die Person auf genau diese Anzeige reagiert,
- Anzeigenqualität: unter anderem gemessen am Feedback von Nutzern, die die Anzeige sehen oder ausblenden.
Daraus folgt ganz praktisch: Eine relevante, gut gemachte Anzeige kann laut Meta eine Auktion auch gegen höhere Gebote gewinnen. Und Anzeigen mit niedrigerer Qualitätsbewertung kosten tendenziell mehr (Meta: Informationen zur Anzeigenqualität). Genau deshalb schwankt der CPM, über den wir gleich sprechen.
Instagram und Facebook buchen Sie dabei nicht getrennt: Beide laufen über denselben Werbeanzeigenmanager, dieselbe Auktion und dasselbe Budget. Eine eigene Preisliste für Instagram gibt es nicht. Auch die Abrechnung ist simpel: Sie zahlen, was tatsächlich ausgegeben wurde. Setzen Sie 30 € Budget für eine Woche an und werden nur 25 € ausgespielt, werden laut Meta auch nur 25 € berechnet.
| Frage | Kurze Antwort |
|---|---|
| Gibt es eine Mindestlaufzeit oder einen Vertrag? | Nein, Sie legen Budget und Laufzeit selbst fest und können jederzeit pausieren |
| Zahle ich mehr als mein Budget? | Nein, Meta berechnet nicht mehr als das festgelegte Budget |
| Ist Instagram teurer als Facebook? | Es gibt keinen Festpreis pro Plattform, beide laufen in derselben Auktion |
| Was kosten Instagram Story Ads? | Stories sind eine Platzierung, kein eigenes Produkt mit eigenem Preis (siehe unten) |
| Was bestimmt den Preis am stärksten? | Wettbewerb in Ihrer Branche und die Relevanz Ihrer Anzeige |
Und was kosten Instagram Story Ads? Stories sind eine von mehreren Platzierungen, auf denen Meta Ihre Anzeige ausspielen kann – neben Feed und Reels. Einen festen Story-Preis gibt es nicht. Welche Platzierung bei Ihnen günstiger Anfragen bringt, sehen Sie erst in Ihren eigenen Daten, wenn Sie die Ergebnisse im Werbeanzeigenmanager nach Platzierung aufschlüsseln. Wichtig für Stories: Liefern Sie ein Motiv im Hochformat 9:16, sonst wird ein quadratisches Bild beschnitten – mehr dazu in der Anleitung zur ersten Meta-Kampagne.
Die eigentliche Kostenfrage lautet deshalb nicht „Was kostet eine Anzeige?“, sondern „Was kostet mich am Ende ein Kunde?“. Diese Kette rechnen wir jetzt Schritt für Schritt durch.
Warum ist der CPM die Basis jeder Meta-Ads-Kostenrechnung?
Der CPM bezeichnet die Kosten pro 1.000 Ausspielungen Ihrer Anzeige — also das, was Sie bezahlen, damit Ihre Werbung tausendmal im Feed erscheint. Diese Zahl verstehen die meisten falsch oder gar nicht, dabei ist sie das Fundament der gesamten Rechnung.
Der CPM ist kein Festpreis, sondern schwankt nach zwei Faktoren. Erstens: Wie gut kommt Ihre Anzeige an? Facebook und Instagram wollen, dass Nutzer möglichst lange auf der Plattform bleiben. Wird Ihre Anzeige häufig geklickt, geliked und kommentiert, wertet Meta sie als guten Content — und belohnt Sie mit einem günstigeren CPM. Wirkt sie dagegen wie ein Störfaktor, zahlen Sie mehr.
Zweitens: Ihre Branche. Wer Wärmepumpen oder Photovoltaik bewirbt, bewegt sich in einem extrem umkämpften Markt mit entsprechend hohem CPM. Ein Zahnarzt mit allgemeinen regionalen Anzeigen hat oft deutlich weniger Konkurrenz und zahlt spürbar weniger.
Wichtig dabei: Der CPM allein sagt noch nichts darüber aus, was Sie ein gewonnener Kunde kostet. Dafür braucht es die komplette Kette.
Mit welchen Kennzahlen rechnen Sie von der Ausspielung bis zum Kunden?
Zwei Begriffe machen die Rechnung vollständig. Die Klickrate sagt aus, wie viele Menschen prozentual auf Ihre Anzeige klicken. Niemand klickt auf jede Anzeige, die er sieht — ein solider Wert liegt bei 1 bis 3 Prozent. Unter 1 Prozent sollten Sie nicht liegen, bei 3 Prozent sind Sie schon sehr gut unterwegs.
Die Conversion Rate ist der Schritt danach: Von den Besuchern, die über die Anzeige auf Ihrer Landingpage landen, wie viele füllen wirklich das Formular aus und stellen eine Anfrage? Ein guter Richtwert liegt bei rund 5 Prozent. Liegen Sie deutlich darunter, ist meist nicht die Anzeige das Problem, sondern die Landingpage selbst.
Eine Anfrage heißt dabei mehr als eine E-Mail-Adresse: Der Interessent beantwortet vorab einige gezielte Fragen — beim Wärmepumpen-Beispiel etwa, ob er Eigenheimbesitzer ist, wo er wohnt und welches Budget er einplant. Diese Vorqualifizierung macht aus einem anonymen Klick einen Lead, mit dem Ihr Vertrieb arbeiten kann.
Als vierte Größe kommt die Abschlussquote dazu — wie viele Anfragen Sie tatsächlich zum Kunden machen. Hier gibt es enorme Unterschiede je nach Produkt und Vertrieb: Manche Betriebe schließen bis zu 80 Prozent ihrer Anfragen ab, andere liegen eher bei 30 Prozent. Ein konservativer Rechenwert ist 25 Prozent, also jeder vierte Lead.
Beispielrechnung Wärmepumpe: Was kostet ein Kunde wirklich?
Nehmen wir einen Handwerksbetrieb, der Wärmepumpen über Anzeigen vertreibt, mit einem durchschnittlichen CPM von 30 € — und rechnen die Kette einmal in einer soliden und einmal in einer konservativen Variante durch. Die Marge bleibt in beiden Fällen gleich: Bei einem Auftragswert von 40.000 bis 50.000 € inklusive Installation sind rund 7.000 € Marge pro Wärmepumpe realistisch.
| Kennzahl | Solides Szenario | Konservatives Szenario |
|---|---|---|
| CPM | 30 € | höher (umkämpfter Kontaktpreis) |
| Klickrate | 2 % | 1 % |
| Conversion Rate Landingpage | 5 % | 2 % |
| Abschlussquote | 25 % | 25 % |
| Kosten pro Klick | 1,50 € | 6 € |
| Kosten pro Anfrage | 30 € | 300 € |
| Kosten pro Kunde | 120 € | 1.200 € |
| Gewinn pro Kunde (bei 7.000 € Marge) | 6.880 € | 5.800 € |
Die Rechnung ist bewusst vereinfacht, zeigt aber präzise, welche Werte Sie wo brauchen, damit sich das Ganze rentiert. Und sie zeigt noch etwas: Selbst im konservativen Szenario — schwächere Anzeige, nur durchschnittliche Landingpage — bleibt bei hochpreisigen Leistungen ein deutlicher Gewinn pro Kunde übrig. Die Wahrheit liegt in der Praxis meist irgendwo zwischen beiden Spalten.
Rechnen Sie die Kette am besten einmal mit Ihren eigenen Zahlen durch — unser interaktiver Lead-Rechner ist zwar für Google-Ads-Kampagnen gebaut, die Rechenlogik ab dem Klick (Conversion Rate, Abschlussquote, Kosten pro Kunde, ROI) ist aber exakt dieselbe. Wie sich die Zahlen in einer konkreten Branche darstellen, zeigt außerdem der Artikel zu den Lead-Kosten in der Badsanierung.
Kostenlose Checkliste
Bevor Sie Budget ausgeben: Unsere interaktive 28-Punkte-Checkliste führt Schritt für Schritt durch die erste eigene Meta-Kampagne — von der Vorbereitung bis zum Go-Live.
→ Zur interaktiven Meta-Ads-ChecklisteWelche versteckten Kosten kommen zu den Werbekosten dazu?
Die Anzeigenkosten sind nicht die ganze Rechnung — drei Posten werden regelmäßig vergessen.
| Kostenpunkt | Richtwert | Einordnung |
|---|---|---|
| Landingpage | ca. 60 €/Monat | z. B. Onepage als simples, gutes Einstiegs-System — ohne eigene Landingpage keine qualitativen Anfragen |
| Tracking-Setup | 0 € (selbst) bis 500–2.000 € (Freelancer) | Standard-Setup selbst machbar, erfasst aber nur rund 60 % der Daten; serverseitiges Tracking erreicht über 90 % |
| Foto- und Video-Material | ab ca. 1.000 € pro Drehtag | Der wohl größte einzelne Erfolgsfaktor — beim Video nicht an der falschen Stelle sparen |
Zum Tracking eine ehrliche Einordnung: Für den Start reicht das Standard-Setup, das Sie selbst einrichten können. Es erfasst allerdings nur rund 60 Prozent der Daten.
Datenqualität ist aber einer der wichtigsten Faktoren überhaupt — sie entscheidet, ob Sie richtige Entscheidungen treffen und ob der Algorithmus die richtigen Signale zurückbekommt, um Ihre Kampagne laufend zu optimieren. Deshalb setzen wir für unsere Kunden serverseitiges Tracking mit über 90 Prozent Datenqualität um.
Beim Creative gilt: Fotos lassen sich inzwischen recht gut mit KI erstellen — beim Video sollten Sie dagegen nicht sparen, denn es ist einer der wichtigsten Hebel für gute und günstige Anfragen.
Welches Budget brauchen Sie zum Start — und wann wird es planbar?
Zum Start reichen rund 50 € pro Tag, um erste gute Ergebnisse zu sehen und zu prüfen, ob Anzeigen und System funktionieren. Wie Sie die Kampagne dafür technisch sauber aufsetzen, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur ersten Meta-Kampagne.
Das Werbebudget verhält sich danach wie ein Wasserhahn: Sobald die Kampagne profitabel läuft, drehen Sie ihn schrittweise weiter auf und skalieren das System. Ein Limit gibt es irgendwann — aber der Einstieg ist bewusst überschaubar.
Rechnen Sie die Einrichtungskosten gegen das konservative Szenario von oben, wird die Größenordnung klar: Selbst mit den schlechteren Werten bleibt beim ersten gewonnenen Kunden bereits ein Gewinn von über 4.000 € — nach Abzug aller Setup-Kosten.
Zwei ehrliche Hinweise gehören trotzdem in jede Kostenbetrachtung. Erstens: Das System funktioniert nur, wenn dahinter jemand die Anfragen wirklich abholt und sauber nachfasst — die beste Rechnung nützt nichts, wenn Leads liegen bleiben.
Zweitens: Ab Tag eins läuft selten alles perfekt. Der erste Monat ist eine normale Lernphase, in der sich zeigt, welche Bilder und Anzeigen funktionieren. Ab Monat zwei bis drei, oft auch früher, liefert ein gut umgesetztes System dann planbar Anfragen.
Lohnen sich Facebook- und Instagram-Ads für Ihr Unternehmen?
Die Beispielrechnung zeigt: Richtig umgesetzt ist das System sehr profitabel, extrem skalierbar und liefert planbar Anfragen, die laufend weiter optimiert werden. Der Teufel steckt — wie fast immer — im Detail: in der Anzeige, der Landingpage, dem Tracking und der konsequenten Nachverfolgung jeder Anfrage.
Ob Meta überhaupt die richtige Plattform für Ihren Fall ist oder Google die aktive Suchnachfrage zuerst abfangen sollte, klärt der Vergleich Meta oder Google Ads.
Die meisten Entscheider haben neben dem Tagesgeschäft schlicht nicht die Zeit, ein solches System selbst aufzubauen — genau dafür gibt es den Weg, es vollumfänglich umsetzen zu lassen und sich nur noch um eines zu kümmern: aus Anfragen Kunden zu machen.