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ROAS- und ROI-Rechner: Lohnt sich Ihre Werbung?

Tragen Sie Werbekosten, Umsatz und Marge ein. Der Rechner zeigt ROAS, ROI, Gewinn nach Werbung und den Break-even-ROAS. Für Handwerksbetriebe gibt es einen zweiten Modus: von der Anfrage über die Abschlussquote bis zum Auftrag.

Ihre Werte

Alle drei Angaben werden gebraucht, um zu sagen, ob sich die Werbung lohnt. Die Felder enthalten Beispielwerte.

Ausgaben für Werbung im Zeitraum, netto

Netto-Umsatz, der durch die Werbung entstanden ist

Was vom Umsatz nach variablen Kosten übrig bleibt, z. B. nach Material und Fremdleistungen

Lohnt sich

Nach Abzug der Werbekosten bleiben 1.600,00 € Gewinn. ROI: 80 %.

  • ROAS Umsatz je Werbe-Euro

    6,00 (600 %)

    Umsatz ÷ Werbekosten

  • Rohertrag

    3.600,00 €

    Umsatz × Marge

  • Gewinn nach Werbung

    1.600,00 €

    Rohertrag − Werbekosten

  • ROI Gewinn je Werbe-Euro

    80 %

    (Rohertrag − Werbekosten) ÷ Werbekosten

  • Break-even-ROAS Mindest-ROAS ohne Verlust

    3,33 (333 %)

    1 ÷ Marge

  • Umsatz bis Break-even Ab hier sind die Werbekosten drin

    6.666,67 €

    Werbekosten ÷ Marge

Rechenhilfe ohne Gewähr. Rechnen Sie mit Netto-Beträgen. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden nicht gespeichert oder übertragen.

Ratgeber

Den ROAS berechnen Sie, indem Sie den Umsatz aus Werbung durch die Werbekosten teilen. 2.000 € Werbekosten und 12.000 € Umsatz ergeben einen ROAS von 6,0, also 600 %. Ob sich das lohnt, zeigt erst der ROI, denn er rechnet die Marge mit ein. Der Rechner liefert beides, dazu den Break-even-ROAS und den Gewinn nach Werbung. Unten stehen die Formeln mit Quellen und zwei Beispielrechnungen, eine davon für das Projektgeschäft im Handwerk.

Wie berechnet man den ROAS?

ROAS steht für Return on Ad Spend: Wie viel Umsatz bringt ein Euro Werbung? Google erklärt den Ziel-ROAS als Conversion-Wert geteilt durch Werbeausgaben, angegeben in Prozent: 5 € Umsatz je 1 € Werbeausgaben sind 500 % (Google-Ads-Hilfe: Ziel-ROAS). Meta teilt den Conversion-Wert durch den ausgegebenen Betrag (Meta-Hilfe: Return on Ad Spend). Beide meinen dasselbe.

ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten

Meta weist darauf hin, dass der Wert in manchen Fällen geschätzt sein kann (Meta-Hilfe: Purchases ROAS). Kennen Sie den echten Umsatz aus Ihrer Buchhaltung, rechnen Sie damit.

Wie berechnet man den ROI einer Werbekampagne?

Der ROI (Return on Investment) setzt den Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital: Gewinn geteilt durch eingesetztes Kapital, mal 100 (Lexware: ROI). Bei Werbung ist das eingesetzte Kapital Ihr Werbebudget. Als Gewinn zählt, was nach den variablen Kosten bleibt: der Rohertrag aus Umsatz mal Marge. Diese Marge ist der Deckungsbeitrag, also Erlös abzüglich variabler Kosten (Gabler Wirtschaftslexikon: Deckungsbeitrag).

Rohertrag = Umsatz × Marge
ROI = (Rohertrag − Werbekosten) ÷ Werbekosten × 100

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI?

Der ROAS misst den Umsatz je Werbe-Euro und ignoriert Ihre Kosten für Material, Fremdleistungen und Lohn. Der ROI misst den Gewinn je Werbe-Euro. Rechnet jemand den ROI mit dem Umsatz statt mit dem Rohertrag, kommt er im Beispiel unten auf 500 % statt auf 80 %. Im Netz finden Sie beide Begriffe oft vermischt. Prüfen Sie bei jeder Zahl, ob mit Umsatz oder mit Gewinn gerechnet wurde.

Beispiel, keine Erwartung: 2.000 € Werbekosten, 12.000 € Umsatz, 30 % Marge.

KennzahlFormelRechnungErgebnis
ROASUmsatz ÷ Werbekosten12.000 ÷ 2.0006,00 (600 %)
RohertragUmsatz × Marge12.000 × 0,303.600,00 €
Gewinn nach WerbungRohertrag − Werbekosten3.600 − 2.0001.600,00 €
ROIGewinn ÷ Werbekosten × 1001.600 ÷ 2.000 × 10080 %
Break-even-ROAS1 ÷ Marge1 ÷ 0,303,33 (333 %)

Was ist der Break-even-ROAS?

Der Break-even-ROAS ist der ROAS, bei dem Ihr Rohertrag die Werbekosten genau deckt. Rechnerisch gilt: Umsatz × Marge = Werbekosten, also Umsatz ÷ Werbekosten = 1 ÷ Marge. Dieselbe Formel nennen auch Fachblogs zum Thema.

Break-even-ROAS = 1 ÷ Marge

Bei 30 % Marge sind es 3,33, bei 25 % genau 4,0. Jeder ROAS darunter bedeutet Verlust, jeder darüber Gewinn. Im Handwerk ist die Marge der Teil des Auftragswerts, der nach Material, Fremdleistungen und den Lohnkosten der Ausführenden bleibt. Welche Kosten Sie als variabel ansetzen, entscheiden Sie. Je niedriger die Marge, desto höher muss der ROAS sein.

Wie rechnet man ROAS und ROI im Projektgeschäft?

Im Handwerk entsteht Umsatz nicht beim Klick, sondern im Auftrag. Darum rechnen Sie über die Anfrage: Anfragen mal Abschlussquote ergibt die Aufträge, Aufträge mal Auftragswert den Umsatz. Der wichtigste Wert ist die Grenze, die eine Anfrage kosten darf: Abschlussquote × Auftragswert × Marge. Liegen Ihre echten Kosten pro Anfrage darunter, verdienen Sie.

Beispiel, keine Erwartung: 3.000 € Werbekosten, 30 Anfragen, 20 % Abschlussquote, 15.000 € Auftragswert, 25 % Marge.

KennzahlFormelRechnungErgebnis
AufträgeAnfragen × Abschlussquote30 × 0,206
UmsatzAufträge × Auftragswert6 × 15.00090.000,00 €
ROASUmsatz ÷ Werbekosten90.000 ÷ 3.00030,00 (3.000 %)
RohertragUmsatz × Marge90.000 × 0,2522.500,00 €
Gewinn nach WerbungRohertrag − Werbekosten22.500 − 3.00019.500,00 €
ROIGewinn ÷ Werbekosten × 10019.500 ÷ 3.000 × 100650 %
Kosten pro AnfrageWerbekosten ÷ Anfragen3.000 ÷ 30100,00 €
Maximal tragbar pro AnfrageAbschlussquote × Auftragswert × Marge0,20 × 15.000 × 0,25750,00 €

Die Aufträge sind ein Erwartungswert. Bei wenigen Anfragen weicht die Zahl in der Praxis ab. Prüfen Sie Ihre Abschlussquote an den letzten Angeboten, nicht an einem Wunschwert. Klickpreis und Kosten pro Anfrage rechnen Sie im Werbekosten-Rechner aus. Den Weg von der Suchanfrage bis zum Auftrag zeigt der Lead-Rechner.

Wie viele Anfragen brauche ich, damit sich die Werbung trägt?

Rechnen Sie rückwärts. Der Break-even-Umsatz ist Werbekosten ÷ Marge. Die nötigen Aufträge sind Break-even-Umsatz ÷ Auftragswert, die nötigen Anfragen Aufträge ÷ Abschlussquote. Im Beispiel von oben: 3.000 € ÷ 0,25 = 12.000 € Umsatz. 12.000 € ÷ 15.000 € = 0,8 Aufträge. 0,8 ÷ 0,20 = 4 Anfragen. Im Schnitt holen vier Anfragen die Werbekosten also wieder herein, alles darüber ist Gewinn. Das gilt nur, solange Marge, Abschlussquote und Auftragswert stimmen. Ändert sich einer der drei Werte, verschiebt sich die Grenze.

Welcher ROAS ist gut?

Einen allgemein guten ROAS gibt es nicht. Ihre Untergrenze ist der eigene Break-even-ROAS: Darüber verdienen Sie, darunter zahlen Sie drauf. Wie hoch der ROAS ausfällt, hängt von Gewerk, Region, Auftragswert und Abschlussquote ab und davon, ob Google Ads oder Meta besser zu Ihrem Angebot passt. Die Entscheidungshilfe dafür steht im Artikel Meta oder Google Ads: Welche Plattform bringt Ihnen Kunden?

Was gehört zu den Werbekosten?

Beim ROAS zählt meist nur das Werbebudget, das Google oder Meta abbucht. Für einen ehrlichen ROI rechnen Sie zusätzlich ein, was die Werbung sonst kostet: Honorar für Agentur oder Freelancer, Landingpage, Tools. Wer das weglässt, bekommt einen höheren ROI, aber nicht den richtigen. Tragen Sie dann die Summe als Werbekosten ein.

Stand der Quellen: Oktober 2026. Die Hilfeseiten von Google und Meta ändern sich gelegentlich. Maßgeblich ist der aktuelle Wortlaut dort.

Häufige Fragen

Was Sie zu ROAS und ROI noch wissen wollen.

Sie finden Ihre Frage hier nicht? Sprechen Sie uns direkt an — wir antworten ehrlich, auch wenn die Antwort nicht zu unserem Verkaufsgespräch passt.

  • Kann der ROAS hoch sein und der ROI trotzdem negativ?
    Ja, wenn die Marge niedrig ist. Ein ROAS von 3,0 bedeutet 3 € Umsatz je 1 € Werbekosten. Bleiben davon bei 25 % Marge nur 0,75 € als Rohertrag, fehlen 0,25 € zum Break-even. Der ROI liegt dann bei minus 25 %. Der ROAS allein sagt also nie, ob sich Werbung lohnt.
  • Warum steht der ROAS mal als 600 % und mal als 6,0?
    Google Ads gibt den Ziel-ROAS in Prozent an: 5 € Umsatz je 1 € Werbeausgaben sind 500 %. Meta definiert den ROAS als Verhältnis von Conversion-Wert zu ausgegebenem Betrag. Gemeint ist dasselbe, 6,0 und 600 % sind gleich. Der Rechner zeigt beide Schreibweisen.
  • Mit Netto- oder Brutto-Beträgen rechnen?
    Rechnen Sie Umsatz und Werbekosten netto. Umsatzsteuer und Vorsteuer verrechnen Sie mit dem Finanzamt, sie gehören nicht zu Ihrem Ertrag. Als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuerausweis rechnen Sie mit den Beträgen, die Sie tatsächlich einnehmen und zahlen.
  • Wie lange dauert es, bis sich Werbung rechnet?
    Im Projektgeschäft kann zwischen Anfrage und Auftrag viel Zeit liegen: Termin, Angebot, Entscheidung, oft auch die Ausführung. Werten Sie Anfragen nach dem Monat der Anfrage aus und rechnen Sie den Umsatz dazu, der später aus ihnen entsteht. Sonst stehen die Kosten eines Monats neben dem Umsatz eines anderen.
  • Welche Marge soll ich eintragen?
    Ihren Deckungsbeitrag: den Anteil des Umsatzes, der nach den variablen Kosten bleibt. Im Handwerk sind das meist Material, Fremdleistungen und der Lohn der Ausführenden. Ihre Kalkulation oder Ihre Steuerberatung kennt den Wert. Sind Sie unsicher, rechnen Sie mit zwei, drei Werten durch und sehen Sie, wie stark sich der Break-even-ROAS verschiebt.
  • Werden meine Eingaben gespeichert?
    Nein. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser. Der Rechner schickt Ihre Eingaben nicht an einen Server und speichert sie nicht. Beim Neuladen der Seite sind die Beispielwerte wieder da.

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