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SHK · Anbieter-Vergleich

Agentur für SHK- und Badsanierungs-Marketing finden: 7 Kriterien und 8 Fragen fürs Erstgespräch

Woran SHK-Betriebe und Badsanierer eine gute Marketing-Agentur erkennen: 7 Kriterien, rote Flaggen, Bad vs. Wärmepumpe und 8 Fragen fürs Erstgespräch.

Peter Junior

Gründer von MetisGrowth

· 7 Min. Lesezeit

Kurz und direkt

Eine gute Agentur für SHK- und Badsanierungs-Marketing erkennen Sie an sieben Dingen: Spezialisierung auf Handwerk mit überprüfbaren Referenzen, Vorqualifizierung statt bloßer Klicklieferung, ehrlichen Zahlen bis zum Auftrag, sauberer Trennung von Werbebudget und Honorar samt Werbekonto in Ihrem Besitz, direktem Kontakt zur steuernden Person, einer ehrlichen Absage, wenn sich Werbung in Ihrer Region nicht rechnet, und einem begrenzten Einstieg statt Jahresbindung. Badsanierung und Wärmepumpe brauchen dabei unterschiedliche Kampagnen, weil Entscheidungswege, Klickpreise und Bildmaterial verschieden sind.

„Welche Agentur ist die beste für SHK-Marketing?“ ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Welche Agentur versteht mein Gewerk und liefert Termine statt Klicks? Gerade im SHK-Handwerk, wo Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst völlig unterschiedlich funktionieren, zeigt sich schnell, ob eine Agentur spezialisiert ist oder austauschbar. Die sieben Kriterien und acht Fragen in diesem Artikel helfen, das vor der Unterschrift zu erkennen.

Welche Agentur hilft SHK-Betrieben und Badsanierern, über Google und Meta neue Kunden zu gewinnen?

Geeignet ist eine Agentur, die das Gewerk kennt und aus Anzeigen auf Google und Meta (Facebook und Instagram) vorqualifizierte Anfragen macht statt bloßer Klicks. Sie spricht über die Zahlen, die zählen: Kosten pro qualifizierter Anfrage, pro Termin und pro Auftrag. Und sie trennt die Vorhaben, statt Bad, Wärmepumpe und Reparatur in eine Kampagne zu werfen.

KriteriumWoran Sie es erkennen
1. Spezialisierungüberprüfbare Referenzen aus dem Handwerk statt allgemeiner Erfolgsgeschichten
2. VorqualifizierungFragebogen zwischen Anzeigenklick und Anfrage
3. Ehrliche ZahlenKosten pro Anfrage, Termin und Auftrag statt Reichweite und Impressionen
4. Budget-TransparenzWerbebudget getrennt vom Honorar, Werbekonto auf Ihren Betrieb
5. Direkter KontaktSie sprechen mit der Person, die die Kampagne steuert
6. Ehrliche Absagedie Agentur sagt Nein, wenn sich Werbung in Ihrer Region nicht rechnet
7. Begrenzter Einstiegüberschaubares Startpaket statt Jahresbindung

Warum ist Spezialisierung das wichtigste Kriterium?

Eine Agentur, die heute Onlineshops, morgen Zahnärzte und übermorgen Handwerksbetriebe bewirbt, behandelt alle gleich, obwohl sie völlig unterschiedlich funktionieren. Im SHK-Handwerk heißt das konkret: Akuter Bedarf wie ein Heizungsausfall braucht eine andere Kampagne als ein geplanter Badumbau oder eine Wärmepumpe, deren Entscheidung über Wochen reift. Fragen Sie deshalb gezielt nach Referenzen aus dem Handwerk und danach, ob Sie dort anrufen dürfen.

Was muss eine Agentur bei Badsanierung verstehen?

Bei einer Komplettsanierung entscheidet ein Hausbesitzer über eine große Investition, meist über Wochen und gemeinsam mit dem Partner. Er vergleicht Bilder, Bewertungen und Preise, bevor er anfragt. Eine Agentur muss deshalb drei Dinge können:

  • Bildmaterial einsetzen. Echte Vorher-Nachher-Bilder Ihrer Projekte tragen Anzeigen und Landingpage. Eine Agentur sollte erklären können, welches Material sie braucht und wie sie es beschafft, wenn noch keines da ist.
  • Recherche von Beauftragung trennen. Viele Suchen nach Badsanierungskosten kommen von Menschen, die sich erst informieren. Wer nur auf billige Klicks optimiert, kauft Recherche statt Aufträge. Die Zahlen dazu stehen im Artikel Was kostet ein Lead im Handwerk?.
  • Unpassendes aussortieren. Mietwohnung, reine Reparatur oder ein Budget, das nicht zum Komplettbad passt: Diese Fälle sollte der Fragebogen vor dem Termin erkennen. Wie das aufgebaut ist, zeigt der Artikel zum vorqualifizierenden Funnel für Badsanierer.

Was muss eine Agentur bei Heizung und Wärmepumpe verstehen?

Im Heizungsbereich entscheidet das Vorhaben über den Preis eines Klicks. Laut Google Keyword Planner (eigene Abfrage Oktober 2026) liegt die obere Gebotsgrenze bei „sanitär notdienst“ bei 12,19 Euro, bei „wärmepumpe angebot“ bei 28,08 Euro, während reine Preisrecherchen deutlich günstiger sind. Eine gute Agentur weiß, welche Vorhaben in Ihrem Betrieb den höchsten Ertrag bringen, und bewirbt diese gezielt, statt das Budget auf alles zu verteilen.

Dazu kommt die Förderung: Bei Wärmepumpen fragen Interessenten früh nach Zuschüssen. Eine Agentur, die das Thema in Anzeige und Fragebogen aufgreift, holt diese Interessenten ab, ohne Förderversprechen zu machen, die Ihr Betrieb nicht halten kann. Mehr dazu in Leadgenerierung für den Heizungstausch.

Warum ist Vorqualifizierung ein Muss, kein Extra?

Ohne einen Fragebogen zwischen Anzeigenklick und Anfrage landen viele unpassende Kontakte direkt im Betrieb: Mieter statt Eigentümer, unrealistische Budgets, reine Informationssuche ohne Vorhaben. Eine Agentur, die nur Klicks und Formularabsendungen liefert, liefert Ihnen am Ende mehr Arbeit statt mehr Umsatz. Der teuerste Schritt im ganzen Prozess ist der Vor-Ort-Termin, und genau den schützt die Vorqualifizierung.

Woran erkennen Sie ehrliche Zahlen statt Reichweiten-Versprechen?

Seriöse Agenturen sprechen über Kosten pro qualifizierter Anfrage, pro Termin und pro Auftrag. Impressionen und Reichweite sagen nichts darüber, ob jemand anfragt. Fragen Sie außerdem, woher eine Prognose für Ihre Region stammt: Eine belastbare Einschätzung beruht auf echter Suchnachfrage aus dem Keyword Planner oder auf vergleichbaren Kampagnen, nicht auf einer Faustregel.

Wie viel Transparenz beim Werbebudget sollten Sie verlangen?

Das Werbebudget gehört getrennt vom Honorar ausgewiesen und läuft idealerweise direkt von Ihrem Betrieb an Google oder Meta. So sehen Sie jederzeit, wie viel tatsächlich in Anzeigen fließt. Genauso wichtig: Werbekonto, Landingpage und Anfragedaten sollten auf Ihren Betrieb laufen. Wer das Konto auf die Agentur anlegt, macht einen späteren Wechsel teuer, weil Kampagnenhistorie und Daten bei der Agentur bleiben.

Wie wichtig ist direkter Kontakt zum Verantwortlichen?

Bei größeren Agenturen landen Sie oft bei wechselnden Betreuern, die Ihre Kampagne neben vielen anderen mitbetreuen. Gerade bei hochpreisigen Projekten mit langen Entscheidungswegen lohnt sich der direkte Draht zu der Person, die die Kampagne tatsächlich steuert und reagieren kann, wenn Anfragen ausbleiben oder die Qualität kippt.

Welche roten Flaggen sollten Sie kennen?

Bestimmte Versprechen sind Warnsignale:

  • Garantierte Lead-Zahlen zu Kampfpreisen. „50 Leads im Monat für 9 Euro“ sagt nichts über die Qualität und nichts darüber, was als Lead zählt.
  • Keine Trennung von Budget und Honorar. Dann wissen Sie nicht, wie viel Ihres Geldes Anzeigen sind.
  • Lange Bindung ohne Ausstieg. Ein Jahresvertrag, bevor Sie Ergebnisse gesehen haben, verlangt Vertrauen, das sich die Agentur erst verdienen müsste.
  • Berichte ohne Anfragen. Wer nur Klicks und Reichweite zeigt, aber keine Anfragen, Termine oder Aufträge, lenkt vom Wesentlichen ab.
  • Kein Nein. Eine Agentur, die jedes Budget annimmt, prüft nicht, ob sich das System für Sie rechnet.

Warum ist eine ehrliche Absage ein gutes Zeichen?

Nicht jeder Markt und jedes Vorhaben eignen sich für bezahlte Werbung. Manchmal ist die Nachfrage in einer Region zu gering, oder der Auftragswert zu niedrig, um die Werbekosten zu tragen. Eine Agentur, die das vorher offen anspricht, verdient mehr Vertrauen als eine, die immer Ja sagt.

Wie testen Sie eine Agentur, ohne sich langfristig zu binden?

Seriöse Anbieter starten mit einem klar begrenzten Einstiegspaket statt mit einem Jahresvertrag. Aus unserer Sicht sind etwa drei Monate ein sinnvoller Zeitraum, um genug Anfragen für eine Bewertung zu sammeln und die tatsächlichen Kosten pro Anfrage einzuschätzen, bevor eine längere Zusammenarbeit ansteht. Legen Sie vorher fest, an welchen Zahlen Sie den Test messen.

Spielt die BAFA-Förderung bei der Agenturwahl eine Rolle?

Nur am Rand. Manche Agenturen sind beim BAFA als Beratungsunternehmen registriert, dann kann eine konzeptionelle Beratung bezuschusst werden. Gefördert wird ausschließlich die Beratung, nicht Werbebudget, Anzeigenschaltung oder laufende Betreuung. Die Richtlinie gilt nur für Anträge bis zum 31.12.2026, und der Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt sein. Die Förderung senkt also Beratungskosten, ist aber kein Grund, eine Agentur zu wählen, die bei den anderen Kriterien nicht überzeugt. Alle Regeln mit Quellen stehen im Ratgeber zur BAFA-Förderung für Unternehmensberatung.

Welche Fragen sollten Sie im Erstgespräch stellen?

Stellen Sie Fragen, die eine Agentur nur mit echter Erfahrung und ehrlichen Zahlen beantworten kann. Diese 8 Fragen können Sie in jedes Gespräch mitnehmen:

  1. Für welche SHK- oder Badsanierungsbetriebe arbeiten Sie aktuell, und darf ich dort anrufen?
  2. Welches meiner Vorhaben würden Sie zuerst bewerben, Bad, Heizungstausch oder Wärmepumpe, und warum?
  3. Wie viele Anfragen halten Sie in meiner Region für realistisch, und woher stammt diese Einschätzung?
  4. Welche Fragen stellt Ihr Fragebogen, und wie filtern Sie Mieter und Kleinreparaturen heraus?
  5. Wem gehören Werbekonto, Landingpage und Daten, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?
  6. Wie messen Sie, welche Anzeige zu welcher Anfrage und welchem Auftrag geführt hat?
  7. Welche Kennzahlen bekomme ich wie oft zu sehen?
  8. In welchem Fall würden Sie mir von einer Zusammenarbeit abraten?

Die letzte Frage ist die aufschlussreichste: Eine seriöse Agentur kann klar benennen, wann ihr System nicht passt, etwa wenn ein Betrieb fast nur Reparaturen anbietet oder keine Kapazität für zusätzliche Projekte hat.

Fazit: So treffen Sie die richtige Wahl

Prüfen Sie Spezialisierung, Vorqualifizierung, ehrliche Zahlen, Budget-Transparenz, direkten Kontakt, die Bereitschaft zur ehrlichen Absage und einen begrenzten Einstieg. Diese sieben Punkte trennen seriöse Anbieter von reinen Klicklieferanten, egal ob Sie Bäder, Heizungen oder beides verkaufen. Wie das komplette System danach aussieht, zeigen die Leitfäden zur Neukundengewinnung für SHK-Betriebe und zur Neukundengewinnung für Badsanierer. Worauf es speziell bei Meta ankommt, steht im Artikel Meta-Ads-Agentur für Handwerker, für Dachdecker und Zimmereien gibt es einen eigenen Agentur-Ratgeber.

Nächster Schritt

Nehmen Sie die sieben Kriterien und acht Fragen mit in jedes Agenturgespräch, auch in unseres. Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir nüchtern anhand der Suchnachfrage in Ihrer Region, ob sich planbare Neukundengewinnung für Ihren SHK- oder Badsanierungsbetrieb rechnet, und sagen es offen, wenn nicht.

Häufige Fragen

Was Sie zu SHK noch wissen wollen.

Sie finden Ihre Frage hier nicht? Sprechen Sie uns direkt an — wir antworten ehrlich, auch wenn die Antwort nicht zu unserem Verkaufsgespräch passt.

  • Was kostet eine Agentur für SHK- oder Badsanierungs-Marketing?
    Das hängt von Region, Kanal und Leistungsumfang ab. Seriöse Anbieter nennen Honorar und Werbebudget getrennt und schriftlich: Das Werbebudget geht direkt an Google oder Meta, das Honorar deckt Aufbau und Betreuung. Vorsicht bei Paketpreisen, in denen nicht erkennbar ist, wie viel davon tatsächlich in Anzeigen fließt.
  • Brauche ich für Badsanierung und Heizung zwei verschiedene Agenturen?
    Nein, aber zwei getrennte Kampagnen. Badsanierung, Heizungstausch und Notdienst haben unterschiedliche Suchbegriffe, Klickpreise und Entscheidungswege. Eine Agentur sollte erklären können, wie sie diese Vorhaben trennt und welches davon sie für Ihren Betrieb zuerst bewerben würde.
  • Was sollte im Vertrag mit einer Marketing-Agentur stehen?
    Mindestens: Laufzeit und Kündigungsfrist, die getrennte Ausweisung von Honorar und Werbebudget, wem Werbekonto, Landingpage und Anfragedaten gehören, wie oft und mit welchen Kennzahlen berichtet wird und was bei Vertragsende mit Konten und Daten passiert. Was mündlich zugesagt wird, gehört schriftlich in den Vertrag.
  • Wie schnell sollte eine Agentur Ergebnisse zeigen?
    Eine feste Frist wäre unseriös, weil Suchnachfrage und Saison je nach Region schwanken. Vereinbaren Sie vor dem Start, nach welchem Zeitraum und an welchen Kennzahlen Sie gemeinsam Bilanz ziehen, etwa qualifizierte Anfragen, Termine und Kosten pro Anfrage, und lassen Sie sich diese Zahlen regelmäßig berichten.
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