Stundenverrechnungssatz berechnen: kostendeckend statt geschätzt.
Tragen Sie Lohn, Gemeinkosten und produktive Stunden ein. Der Rechner zeigt Ihren Stundensatz netto und brutto, woraus er sich zusammensetzt und ob Ihr jetziger Satz reicht.
Methode nach den Kalkulationshilfen der Handwerkskammern, Quellen unten auf der Seite. Stand:
Vorbelegt mit Beispielwerten eines fiktiven Betriebs. Ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen Zahlen.
1. Personal
Durchschnitt Ihrer produktiven Mitarbeiter ohne Inhaber. Bei Meister, Geselle und Helfer: nach Stunden gewichtet.
Zuschlag auf den Bruttolohn für Arbeitgeberanteile, Umlagen und Berufsgenossenschaft. Ohne bezahlte Ausfallzeiten.
Was gehört in die Lohnnebenkosten?
Gesetzliche Arbeitgeberanteile 2026 laut Techniker Krankenkasse: Rentenversicherung 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Krankenversicherung 7,3 % plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (im Schnitt 1,45 %), Pflegeversicherung 1,8 %. Zusammen 21,15 %.
- Dazu kommen die Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeld. Die Sätze legt Ihre Krankenkasse fest (TK 2026: 2,1 %, 0,44 %, 0,15 %).
- Dazu kommt die Berufsgenossenschaft. Ihr Satz steht im Beitragsbescheid.
- Dazu kommen Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen und betriebliche Altersvorsorge, wenn Sie sie zahlen.
Der Beispielwert 28 % setzt sich so zusammen: 21,15 + 2,69 Umlagen (TK) + rund 4 % Berufsgenossenschaft (Annahme, der Satz hängt vom Gewerk ab).
Ohne Inhaber. Teilzeit anteilig zählen, z. B. 2,5.
2. Stunden
Alle Stunden, für die Sie Lohn zahlen, auch Urlaub, Feiertage und Krankheit. 40 Std. pro Woche = 261 Arbeitstage x 8 Std. = 2.088 Std. (Schema HWK Cottbus).
Nur Stunden, die Sie einem Kunden berechnen können. In den Beispielen der HWK Köln und Cottbus sind es rund 1.500.
Tragen Sie 0 ein, wenn Sie selbst nicht auf Rechnung arbeiten. Dann erwirtschaften Ihre Mitarbeiter Ihren Unternehmerlohn mit.
Vertragliche Arbeitszeit bei 5 Arbeitstagen pro Woche.
Arbeitstage von Montag bis Freitag. Gesetzlicher Mindesturlaub: 24 Werktage, bei der 5-Tage-Woche 20 Arbeitstage (§ 3 BUrlG).
Je nach Bundesland verschieden. Nur Feiertage zählen, die nicht auf ein Wochenende fallen.
Nehmen Sie den Durchschnitt Ihres Betriebs aus der Lohnbuchhaltung.
Das Beispiel der HWK Cottbus rechnet mit 3 Tagen.
Fahrzeit, Lager, Angebote, Aufräumen, Leerlauf. HWK Köln: 15 % (Faktor 0,85). HWK Cottbus: 10 % bei Gesellen.
Wenn nein, tragen Ihre Mitarbeiter den Unternehmerlohn mit.
Akquise, Verwaltung, Führung. Das Schema der HWK Cottbus setzt beim Inhaber 30 bis 40 % an.
- Anwesenheitstage je Mitarbeiter
- –
- Anwesenheitsstunden je Mitarbeiter
- –
- Bezahlte Stunden je Mitarbeiter
- –
- Produktive Stunden je Mitarbeiter
- –
- Verrechenbare Stunden des Inhabers
- –
3. Gemeinkosten pro Jahr
Alles, was keinem Auftrag direkt zugeordnet wird: Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Verwaltung, Werbung, Abschreibungen und Ihr Unternehmerlohn. Ohne Material und ohne die Löhne der produktiven Mitarbeiter.
Werkstatt, Büro, Lager inklusive Strom, Heizung, Wasser.
Leasing oder Abschreibung, Versicherung, Kraftstoff, Wartung, Steuer.
Betriebshaftpflicht, Inhaltsversicherung, Kammer, Innung. Ohne Berufsgenossenschaft: die steckt in den Lohnnebenkosten.
Bürokraft, Steuerberater, Software, Telefon, Internet, Büromaterial.
Was Sie vor Steuern für sich brauchen: Lebensunterhalt, Einkommensteuer, Kranken- und Altersvorsorge. Die HWK Köln nennt das die notwendige Privatentnahme.
Werkzeug, Maschinen, Darlehenszinsen, Verzinsung des Eigenkapitals.
Website, Anzeigen, Fahrzeugbeschriftung, Messen.
Kleinwerkzeug, Fortbildung, Rechts- und Beratungskosten, Entsorgung, Gewährleistung.
- Summe Gemeinkosten pro Jahr
- –
4. Wagnis und Gewinn
Prozent auf Ihre Selbstkosten, für Forderungsausfälle, Gewährleistung und Rücklagen. In den Beispielen der Handwerkskammern liegt der Zuschlag zwischen rund 3 und 10 %.
5. Ihr jetziger Satz (optional)
Der Satz ohne Umsatzsteuer, den Sie heute berechnen. Leer lassen, wenn Sie nicht vergleichen wollen.
Ihr Stundenverrechnungssatz
72,09 € netto je Stunde
85,79 € brutto je Stunde, inklusive 19 % Umsatzsteuer
- Lohnanteil
- 38,18 €53 %
- Gemeinkostenanteil
- 28,57 €40 %
- Selbstkosten je Stunde
- 66,75 €
- Wagnis und Gewinn
- 5,34 €7 %
- Stundenverrechnungssatz netto
- 72,09 €
Unter den Selbstkosten verlieren Sie mit jeder verkauften Stunde Geld. Erst der Zuschlag für Wagnis und Gewinn bringt Sie darüber.
- Verrechenbare Stunden pro Jahr
- –
- Kosten pro Jahr (Personal und Gemeinkosten)
- –
- Nötiger Umsatz aus Arbeitsstunden (netto)
- –
Stellschraube produktive Stunden
Richtwert auf Basis Ihrer Eingaben, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Eine verbindliche Kalkulation erhalten Sie bei der Betriebsberatung Ihrer Handwerkskammer. Der Rechner rechnet mit einer 5-Tage-Woche und 261 Arbeitstagen (Montag bis Freitag). Ihre Eingaben verlassen Ihren Browser nicht.
Ratgeber
Der Stundenverrechnungssatz ist im Handwerk der Preis pro Arbeitsstunde, den ein Betrieb mindestens berechnen muss. Dann sind Löhne, Nebenkosten, Gemeinkosten, der eigene Unternehmerlohn und ein Zuschlag für Wagnis und Gewinn gedeckt. Sie berechnen ihn, indem Sie die jährlichen Kosten durch die produktiven, also verrechenbaren Stunden teilen und den Zuschlag aufschlagen. Der Rechner oben nimmt Ihnen die Arbeit ab. Dieser Ratgeber erklärt, was dahintersteckt und wo Betriebe typischerweise falsch rechnen.
Was ist der Stundenverrechnungssatz?
Der Stundenverrechnungssatz ist der Netto-Preis, den Sie Kunden für eine Arbeitsstunde in Rechnung stellen. Er ist nicht der Lohn Ihres Mitarbeiters. Die Handwerkskammer Wiesbaden hält in ihrem Merkblatt ausdrücklich fest, dass er nicht dem Verdienst entspricht. Im Satz stecken der Lohn samt Sozialaufwendungen, die Gemeinkosten des Betriebs (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Verwaltung, Unternehmerlohn) und ein Zuschlag für Unternehmerrisiko und Gewinn. Die HWK Köln trennt zwei Stufen: den Stundenkostensatz, der die Kosten deckt, und den Stundenverrechnungssatz mit Gewinnaufschlag.
Wie lautet die Formel für den Stundenverrechnungssatz?
Netto-Satz = (Personalkosten + Gemeinkosten) ÷ produktive Stunden × (1 + Wagnis und Gewinn in %)
Brutto-Satz = Netto-Satz × 1,19
- Produktive Stunden pro Jahr ermitteln (siehe nächster Abschnitt).
- Personalkosten je Mitarbeiter: Bruttostundenlohn × bezahlte Stunden × (1 + Lohnnebenkosten).
- Gemeinkosten addieren, einschließlich Ihres Unternehmerlohns.
- Die Summe durch alle verrechenbaren Stunden des Betriebs teilen. Das ergibt den Stundenkostensatz.
- Den Zuschlag für Wagnis und Gewinn aufschlagen. Das ergibt den Netto-Satz.
- Für Privatkunden 19 % Umsatzsteuer aufschlagen.
Das Schema folgt den Rechenhilfen der Kammern, etwa von der HWK Köln und der HWK Cottbus. Beide rechnen den Zuschlag als Prozentsatz auf die Kosten, so wie der Rechner oben.
Was gehört in die Lohnnebenkosten?
Zu den Lohnnebenkosten zählen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. 2026 betragen sie laut Techniker Krankenkasse 9,3 % für die Rentenversicherung, 1,3 % für die Arbeitslosenversicherung, 7,3 % für die Krankenversicherung plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (im Schnitt 1,45 %) und 1,8 % für die Pflegeversicherung. Das sind zusammen 21,15 %. Dazu kommen die Umlagen U1, U2 und Insolvenzgeld, deren Sätze Ihre Krankenkasse festlegt, der Beitrag zur Berufsgenossenschaft sowie tarifliche Leistungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Bezahlte Urlaubs-, Feiertags- und Krankheitsstunden gehören nicht in diesen Prozentsatz. Der Rechner erfasst sie über die bezahlten Stunden, die Sie zahlen, aber nicht verkaufen können. Wer sie doppelt zählt, kalkuliert zu hoch.
Wie viele produktive Stunden hat ein Mitarbeiter im Jahr?
Bezahlt wird jede Stunde, verkaufen können Sie nur einen Teil. Von 261 Arbeitstagen fallen Urlaub, Feiertage, Krankheit und Fortbildung weg. Von den Anwesenheitsstunden gehen Fahrzeit, Lager, Angebote und Leerlauf ab. Die HWK Köln kommt in ihrem Beispiel auf 1.503 verkaufbare Stunden, die HWK Cottbus auf 1.497,6 Stunden bei einem Gesellen. Ihr Wert kann abweichen, nehmen Sie Ihre eigenen Zahlen. Das Beispiel nutzt die Vorgaben des Rechners:
| Schritt | Wert |
|---|---|
| Arbeitstage Montag bis Freitag | 261 Tage |
| minus Urlaub, Feiertage, Krankheit, Fortbildung (30 + 10 + 10 + 3) | 53 Tage |
| Anwesenheitstage | 208 Tage |
| Anwesenheitsstunden (8 Std. pro Tag) | 1.664 Std. |
| minus 15 % unproduktiv (Fahrzeit, Lager, Angebote, Leerlauf) | 250 Std. |
| Produktive Stunden | 1.414 Std. |
| Zum Vergleich: bezahlte Stunden (261 Tage × 8 Std.) | 2.088 Std. |
Beim Inhaber setzt die HWK Cottbus 30 bis 40 % unproduktive Zeit an, weil Akquise, Verwaltung und Führung viel Zeit kosten.
Warum gehört der Unternehmerlohn in die Gemeinkosten?
Weil Sie sonst unbezahlt arbeiten. Ihr Einkommen ist kein Rest, der nach getaner Arbeit übrig bleibt, sondern ein Kostenblock wie die Miete. Die HWK Köln setzt in ihrem Beispiel eine benötigte Privatentnahme von 45.000 € in den Kostenblock. Die HWK Wiesbaden führt Unternehmerlohn, Verzinsung des Eigenkapitals, kalkulatorische Abschreibung und kalkulatorische Miete als kalkulatorische Gemeinkosten. Das Handwerksblatt zählt das Entgelt für die Leitungstätigkeit ebenfalls dazu. Arbeiten Sie selbst nicht auf Rechnung, müssen Ihre Mitarbeiter den Unternehmerlohn mitverdienen, so Rolf Koch von der HWK Mannheim. Arbeiten Sie auf Rechnung, tragen Sie Ihre verrechenbaren Stunden im Rechner ein.
Wie hoch sollte der Zuschlag für Wagnis und Gewinn sein?
Der Zuschlag deckt, was in keiner Position steht: Forderungsausfälle, Gewährleistung, Preisrisiken und Rücklagen für schwache Monate. Die Kammern setzen ihn als Prozentsatz auf die Selbstkosten an. Die HWK Köln rechnet in ihrem Beispiel mit 10 %, das Schema der HWK Cottbus zeigt im Beispiel 8,4 % und 10 %. Aus den Zahlen der HWK Wiesbaden (1,50 € auf rund 55 €) und der HWK Mannheim (3,59 € auf rund 61 €) ergeben sich rechnerisch etwa 3 und 6 %. Welcher Wert passt, hängt von Ihrem Risiko ab. Null ist keine Option, denn dann arbeiten Sie ohne Puffer.
Beispielrechnung: So kommt der Satz zustande
Ein fiktiver Betrieb, keine Branchenwerte: 3 Gesellen mit 20,00 € Bruttostundenlohn und 28 % Lohnnebenkosten, 40 Wochenstunden, 120.000 € Gemeinkosten inklusive 50.000 € Unternehmerlohn, 8 % Wagnis und Gewinn. Der Inhaber arbeitet nicht auf Rechnung.
| Position | Pro Jahr | Pro verrechenbarer Stunde |
|---|---|---|
| Personalkosten (3 × 20,00 € × 2.088 Std. × 1,28) | 160.358 € | 37,79 € |
| Gemeinkosten (inklusive Unternehmerlohn) | 120.000 € | 28,28 € |
| Selbstkosten (Stundenkostensatz) | 280.358 € | 66,07 € |
| Wagnis und Gewinn (8 %) | 22.429 € | 5,29 € |
| Stundenverrechnungssatz netto (4.243 verrechenbare Std.) | 302.787 € | 71,36 € |
| Umsatzsteuer 19 % | – | 13,56 € |
| Stundenverrechnungssatz brutto | – | 84,92 € |
Schaffen die Mitarbeiter 100 produktive Stunden mehr pro Jahr, sinkt der Netto-Satz von 71,36 € auf 66,65 €. Jede Stunde, die Sie berechnen können, verteilt die festen Kosten auf mehr Stunden.
Welcher Stundensatz ist im Handwerk üblich?
Der Preisatlas Handwerk 2024 von OneQrew nennt für das zweite Halbjahr 2023 im Schnitt 69 € für Meister und 61 € für Gesellen. Befragt wurden 534 Betriebe, die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet die Zahlen als Netto-Sätze. Nach Gewerken ergibt sich dieses Bild:
| Gewerk | Stundensatz netto |
|---|---|
| Dachdecker und Zimmerer | 68 € |
| SHK, Metall-, Anlagen- und Stahlbau, sonstige Gewerke | 65 € |
| Elektrotechnik | 64 € |
| Tischler und Schreiner | 63 € |
| Maler, Gipser und Stuckateure | 62 € |
Das ist die Umfrage eines Softwareanbieters, keine amtliche Statistik, und sie zeigt, was Betriebe verlangen, nicht, was sie brauchen. Den Markt prüfen Sie zusätzlich, die eigene Rechnung ersetzt er nicht. Die HWK Köln führt die Marktpreise als eigenen Prüfpunkt neben der Kalkulation.
Welche Fehler machen Betriebe bei der Kalkulation?
- Mit bezahlten statt produktiven Stunden rechnen. Wer 2.088 Stunden ansetzt, obwohl nur rund 1.500 verkaufbar sind, kalkuliert zu niedrig.
- Den Unternehmerlohn vergessen. Laut HWK Mannheim fehlen auch kalkulatorische Miete und die Verzinsung des Eigenkapitals oft.
- Den Satz bei der Konkurrenz abschreiben. Deren Kosten, Auslastung und Gehälter kennen Sie nicht.
- Wagnis und Gewinn auf null setzen. Die HWK Cottbus führt Forderungsausfälle und Garantiekosten als kalkulatorische Wagnisse. Ohne Zuschlag trifft Sie jeder Ausfall direkt.
- Nie nachkalkulieren. Die HWK Köln rät, nach dem Auftrag die benötigten Stunden und den tatsächlich erzielten Satz zu prüfen.
Was hilft, wenn der Satz stimmt, aber die Aufträge fehlen?
Der Satz geht davon aus, dass Sie Ihre produktiven Stunden verkaufen. Fehlen Aufträge, steigen die Kosten je verkaufter Stunde, und kein Rechenschema ändert das. Dann lohnt der Blick auf die Auftragsgewinnung: Im Vergleich Aufträge für Handwerker finden: 8 Wege sehen Sie, welche Wege zu Ihrem Betrieb passen. Was eine Google-Ads-Kampagne bringen kann, rechnet der Lead-Rechner durch.
Was Sie zum Stundensatz noch wissen wollen.
Sie finden Ihre Frage hier nicht? Sprechen Sie uns direkt an — wir antworten ehrlich, auch wenn die Antwort nicht zu unserem Verkaufsgespräch passt.
-
Wie hoch ist der Stundensatz im Handwerk im Durchschnitt?
Der Preisatlas Handwerk 2024 des Softwareanbieters OneQrew nennt für das zweite Halbjahr 2023 im Schnitt 69 € für Meister und 61 € für Gesellen. Die Deutsche Handwerks Zeitung gibt die Zahlen als Netto-Stundensätze wieder. Befragt wurden 534 Betriebe, die Unterschiede zwischen den Regionen sind groß. Der Wert zeigt, was Betriebe verlangen, nicht, was sie brauchen. Ihr Satz sollte aus Ihren eigenen Kosten kommen. -
Wie oft sollte ich meinen Stundenverrechnungssatz neu berechnen?
Mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn sich große Posten ändern: Tariflohn oder Mindestlohn, eine Neueinstellung, ein neues Fahrzeug, eine neue Miete. Die HWK Köln arbeitet in ihrem Schema mit den geplanten Kosten pro Jahr. Prüfen Sie zusätzlich nach jedem Auftrag, ob der Satz tatsächlich erreicht wurde (Nachkalkulation). -
Nenne ich Kunden den Netto- oder den Bruttosatz?
Privatkunden nennen Sie in der Regel den Bruttopreis mit Umsatzsteuer, gewerblichen Kunden den Nettopreis. Das Handwerksblatt weist darauf hin, dass Verbrauchern Endpreise genannt werden müssen. Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus, für sie ist der Netto-Satz zugleich der Preis. -
Gehört das Material in den Stundenverrechnungssatz?
Nein. Der Satz gilt für Arbeitsstunden. Material und Fremdleistungen kalkulieren Sie getrennt mit eigenem Aufschlag. In der Rechnung der HWK Köln werden Materialeinsatz und die über das Material zu verrechnenden Kosten (Zuschlag 15 %) vorab aus dem Kostenblock genommen. Tragen Sie im Rechner nur die Gemeinkosten ein, die über Arbeitsstunden hereinkommen sollen. -
Mein berechneter Satz liegt über dem der Mitbewerber. Was tun?
Senken Sie ihn nicht einfach. Prüfen Sie zuerst die Stellschrauben: mehr produktive Stunden durch kürzere Fahrzeiten und weniger Leerlauf, Gemeinkosten, Auslastung. Die HWK Köln führt die Marktpreise als zusätzlichen Prüfpunkt neben der Kalkulation. Manche Betriebe setzen den Stundensatz moderater an und den Materialaufschlag höher (Mischkalkulation, nach Betriebsberatern der HWK Region Stuttgart in der DHZ vom 10.06.2026). Bei öffentlichen Ausschreibungen ist das laut DHZ unzulässig. -
Gilt der Rechner auch für Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter?
Ja. Tragen Sie bei den produktiven Mitarbeitern 0 ein und geben Sie Ihre eigenen verrechenbaren Stunden pro Jahr an. Im Modus Schnell tragen Sie sie bei „Verrechenbare Stunden des Inhabers“ ein, im Modus Genau wählen Sie „Ja, zum Teil auf Rechnung“. Ihr Unternehmerlohn gehört in die Gemeinkosten. Die HWK Cottbus rechnet beim Inhaber mit 30 bis 40 % unproduktiver Zeit für Akquise, Verwaltung und Führung.
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