Die meisten SHK- und Badsanierungs-Betriebe haben nicht zu wenig Arbeit — sie haben die falsche Arbeit. Zu viele kleine Reparaturaufträge, zu wenig planbare Komplettprojekte, obwohl die Kapazität für hochpreisige Bäder oder barrierefreie Umbauten da wäre. Google Ads löst genau dieses Problem, wenn man es richtig aufsetzt: Sie fangen die Hausbesitzer ab, die gerade jetzt aktiv nach einer Lösung suchen — und filtern über Vorqualifizierung auf die Projekte, die sich für Sie lohnen. In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen das System dahinter: kein Theorie-Gerede, sondern die fünf Hebel, mit denen das Ganze planbar wird.
Warum Google Ads für SHK-Betriebe funktioniert: Kaufabsicht statt Gießkanne
Google Ads funktioniert für SHK-Betriebe, weil es die Kaufabsicht abfängt — also Menschen erreicht, die schon ein konkretes Problem haben. Wer “Badsanierung Komplettbad [Stadt]” oder “Heizung erneuern Kosten” eingibt, ist nicht zufällig dort. Er sucht in diesem Moment eine handwerkliche Lösung in seiner Region. Das ist der entscheidende Unterschied zu Social Media: Auf Instagram unterbrechen Sie jemanden, der eigentlich Katzenvideos schauen will. Bei Google bedienen Sie eine bereits vorhandene Nachfrage.
Wir nennen das das Low-Hanging-Fruits-Prinzip: Statt Budget mit der Gießkanne über alle Hausbesitzer zu verteilen, holen Sie gezielt die ab, die ohnehin schon eine Lösung suchen. Für etablierte Betriebe, die ohnehin gut ausgelastet sind, heißt das mehr Zeit und Entlastung, weil sie auf hochpreisige Spezialaufträge wie barrierefreie Komplettbäder filtern können. Für junge Betriebe heißt es zum ersten Mal eine planbare Systematik statt Zufall. Wie das übergeordnete System für Hochpreis-Anfragen aussieht, beschreibe ich im Detail unter Neukundengewinnung Badsanierung.
Die 5 Hebel: So sieht das System konkret aus
Das System steht auf fünf Säulen. Wer eine davon weglässt, verliert entweder Geld oder Kontrolle.
| Hebel | Was er bewirkt |
|---|---|
| Expertenmodus | Volle Kontrolle über Klickpreise, Keywords und Gebote — keine intransparente Smart-Kampagne |
| Suchnetzwerk-Fokus | Displaynetzwerk aus → keine Streuverluste bei Leuten ohne akuten Bedarf |
| Anzeigen-Assets | Sitelinks, Anruf-Button, Zusatzinfos → mehr Sichtbarkeit und höhere Klickrate |
| Isolierte Landingpage | Onepager mit nur einem Ziel statt ablenkender Website |
| Conversion-Tracking | Der Algorithmus lernt, welche Keywords echte Anfragen bringen |
Diese fünf greifen ineinander. Der Expertenmodus gibt Ihnen die Kontrolle, der Suchnetzwerk-Fokus spart das Budget, die Assets holen den Klick, die Landingpage macht aus dem Klick eine Anfrage — und das Tracking sorgt dafür, dass das System mit jedem Euro besser wird.
Expertenmodus statt Smart-Kampagne: Warum Kontrolle entscheidet
Den Account legen Sie im Expertenmodus an, nicht als automatisierte Smart-Kampagne. Der Grund ist simpel: Smart-Kampagnen nehmen Ihnen die Steuerung über Klickpreise und Suchbegriffe ab. Google entscheidet dann selbst, wo Ihr Geld landet — und bei lokalen Hochpreis-Gewerken bedeutet das leicht Budget auf irrelevanten Anfragen. Im Expertenmodus bestimmen Sie selbst Keywords, Match Types, Gebote und Netzwerk. Das ist mehr Aufwand, aber nur so wird das Ergebnis planbar.
Direkt beim Setup der ersten Kampagne kommt der zweite Hebel: Sie schließen das Displaynetzwerk konsequent aus. Das Suchnetzwerk spielt Ihre Textanzeige nur bei echten Suchanfragen aus — also bei Leuten mit akutem Bedarf. Das Displaynetzwerk hingegen klatscht Werbebanner auf fremde Websites, wo niemand gerade einen Handwerker sucht. Für lokale Dienstleister ist das meist rausgeworfenes Geld.
Keyword-Recherche: Die stärksten Suchbegriffe finden
Das Herzstück ist die Keyword-Recherche — denn die Keywords entscheiden, ob Sie Kaufinteressenten oder Schnäppchenjäger anziehen. Statt zu raten, schauen Sie sich an, auf welche Begriffe Ihre erfolgreiche Konkurrenz schon bietet, und nutzen echte Suchvolumen-Daten aus dem Google Keyword Planner. Wir arbeiten dabei mit harten Daten statt Bauchgefühl — Schätzungen haben hier nichts verloren.
Sortiert wird in Schichten nach Kaufabsicht: Begriffe mit klarer Absicht wie “Badsanierung Anbieter [Stadt]” laufen als exakte Keywords mit eigenem Gebot, breitere Begriffe wie “neues Bad” als Phrase. So zahlen Sie den höchsten Preis nur dort, wo die Absicht am stärksten ist. Den kompletten Aufbau für das Gewerk finden Sie unter Google Ads für Badsanierung.
Die perfekte Anzeige: Assets nutzen, A/B-Tests fahren
Eine starke Anzeige besteht aus mehr als einer Überschrift — sie nutzt alle verfügbaren Google Assets. Sitelinks, Anruf-Erweiterungen und Zusatzinfos vergrößern den Platz Ihrer Anzeige im Suchergebnis und erhöhen die Klickrate. Ein direkter Anruf-Button ist für Handwerks-Interessenten Gold wert, denn viele wollen sofort sprechen, nicht erst ein Formular ausfüllen.
Dazu kommt der Anzeigentitel, der die Suchanfrage wörtlich aufgreift — Relevanz auf Position 1 senkt den Klickpreis. Und Sie testen sauber: Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten unter denselben Bedingungen, damit Sie datenbasiert sehen, welcher Titel mehr Anfragen bringt. Nicht raten, messen.
Die Landingpage: Warum nicht die normale Website
Der Klick darf niemals auf Ihrer normalen Website landen — er gehört auf eine isolierte Landingpage. Klassische Websites haben Menüs, Unterseiten und zehn verschiedene Ziele. Genau das tötet die Conversion. Eine Landingpage ist ein Onepager mit nur einem Zweck: die Anfrage. Sie greift das konkrete Problem des Suchenden auf, zeigt Referenzen, schafft Vertrauen und führt psychologisch sauber zum Formular.
Hier sitzt auch die Vorqualifizierung: Über gezielte Fragen — Art des Projekts, Budgetrahmen, Zeithorizont — filtern Sie, bevor die Anfrage bei Ihnen landet. So bekommen Sie warme, vorqualifizierte Leads statt jeder Preisfrage. Wie so ein Onepager im Detail aufgebaut ist, zeige ich unter Die perfekte Landingpage für Handwerker, die Logik der Vorqualifizierung unter Badsanierung-Funnel.
Conversion-Tracking: Die Brücke zwischen Klick und Auftrag
Ohne Conversion-Tracking fliegt Ihr Account blind. Tracking ist die Brücke zwischen Klick und Lead: Es teilt dem Google-Algorithmus exakt mit, welche Keywords und Anzeigen zu echten Anfragen führen — und welche nur Geld kosten. Mit diesen Daten optimiert Google automatisch in Richtung der Begriffe, die Ihnen Aufträge bringen.
Erst dadurch wird das ganze System lernfähig. Anfangs verteilen Sie Ihr Budget breit, nach ein paar Wochen wissen Sie genau, welche Suchbegriffe Komplettbäder bringen und welche nur Reparatur-Anfragen. Dann schieben Sie Budget gezielt um. Das ist der Unterschied zwischen “Anzeigen schalten” und einem System, das mit jedem Monat besser wird.
Was kostet das — und ist es förderfähig?
Pauschale Lead-Preise wären unseriös, weil sie stark von Region, Wettbewerb und Gewerk abhängen — eine ehrliche Einordnung dazu finden Sie unter Was kostet ein Lead in der Badsanierung. Entscheidend ist ohnehin nicht der Klickpreis, sondern der Preis pro qualifizierter Anfrage. Genau dafür sind Vorqualifizierung und Tracking da.
Der Aufbau eines solchen Systems lässt sich in vielen Fällen über Förderprogramme bezuschussen — ob und in welcher Höhe, hängt vom Einzelfall ab. Der Einstieg bei MetisGrowth liegt bei 3.500 Euro für 3 Monate inklusive komplettem Setup; mit Förderung reduziert sich Ihr effektiver Eigenanteil entsprechend. Mehr dazu unter Förderung im Handwerk-Marketing und /antrag/bafa. Ob in Ihrem Fall überhaupt Google oder eher Meta passt, klärt der Vergleich unter Meta vs. Google Ads.
Wer nicht nur mehr Anfragen, sondern auch mehr Kapazität braucht, kennt das Problem meist von beiden Seiten: Aufträge, die liegenbleiben, weil Monteure fehlen. Für genau diesen Fall gilt derselbe System-Gedanke auch bei der Mitarbeitergewinnung im Handwerksbetrieb.
Nächster Schritt
Sie haben jetzt das komplette System gesehen: Kaufabsicht abfangen, im Expertenmodus volle Kontrolle behalten, sauber auf das Suchnetzwerk fokussieren, mit Assets sichtbar werden, auf eine isolierte Landingpage mit Vorqualifizierung leiten und über Tracking laufend besser werden. Das ist kein Hexenwerk — aber es ist Handarbeit, und jeder Hebel muss sitzen. Wenn Sie das nicht selbst aufbauen, sondern fertig und planbar haben wollen, lassen Sie uns 30 Minuten sprechen. Ich schaue mir Ihr Gewerk und Ihre Region konkret an und sage Ihnen ehrlich, ob sich Google Ads für Sie rechnet. Buchen Sie sich Ihr kostenloses Erstgespräch — direkt mit mir, ohne Account-Manager dazwischen.