Was ein Dachdecker-Lead kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten — der Preis hängt vom Vorhaben, der Region und dem Wettbewerb ab. Wichtiger als die reine Zahl ist ohnehin eine andere Kennzahl: was ein gewonnener Auftrag am Ende wirklich kostet.
Was kostet eine qualifizierte Dachdecker-Anfrage?
Als grobe Orientierung liegt eine qualifizierte Anfrage meist zwischen 30 und 90 Euro, abhängig von Vorhaben, Region und Wettbewerbsdichte. Anfragen rund um Komplettsanierung mit Photovoltaik liegen oft am oberen Ende, weil hier stärkerer Wettbewerb um dieselben Suchbegriffe herrscht — dafür sind auch die Auftragswerte in diesem Segment am höchsten.
Warum zählt der Cost-per-Auftrag mehr als der Preis pro Lead?
Der Preis pro Anfrage ist nur ein Zwischenwert auf dem Weg zum eigentlich entscheidenden Ergebnis: was ein gewonnener Auftrag kostet. Eine einfache Beispielrechnung zur Logik (Illustration, keine garantierten Werte):
| Größe | Beispielannahme |
|---|---|
| Preis pro qualifizierter Anfrage | 55 Euro |
| Anfragen bis zu einem Termin | 3 |
| Termine bis zu einem Auftrag | 3 |
| Rechnerischer Cost-per-Auftrag | ca. 495 Euro |
| Durchschnittlicher Auftragswert (Neueindeckung) | 20.000 Euro |
In diesem Beispiel kostet ein gewonnener Auftrag rund 495 Euro Werbekosten bei 20.000 Euro Umsatz — gut zwei Prozent. Selbst wenn die Anfrage doppelt so teuer wäre, bliebe die Rechnung klar positiv. Mit eigenen Zahlen lässt sich das im Lead-Rechner direkt durchspielen.
Wie verändert Photovoltaik die Kostenrechnung?
Solaranlagen-Interessenten sind im Schnitt teurer zu gewinnen, weil dieser Bereich stärker umkämpft ist. Gleichzeitig steigt der durchschnittliche Auftragswert deutlich, wenn Dachsanierung und Photovoltaik-Montage kombiniert verkauft werden — oft auf 25.000 Euro oder mehr. Die höheren Lead-Kosten werden dadurch in der Regel mehr als ausgeglichen, solange die Kombination auch tatsächlich aktiv beworben wird.
Wie senkt Vorqualifizierung die tatsächlichen Kosten pro Auftrag?
Auf den ersten Blick wirkt jede zusätzliche Frage im Formular wie ein Hindernis, das Anfragen kostet. Tatsächlich ist genau das der Punkt: Ein Interessent, der Dachgröße, Eigentumsverhältnis und Zeitrahmen ehrlich beantwortet, ist deutlich wahrscheinlicher ein echter Auftrag als jemand, der nur ein einzeiliges Kontaktformular ausfüllt. Der teuerste Moment im gesamten Prozess bleibt der persönliche Vor-Ort-Termin — jede Anfrage, die vorher schon klar unpassend war, spart genau diese Zeit.
Fazit: Wie bewerten Sie Ihre eigenen Lead-Kosten richtig?
Rechnen Sie den Preis pro Anfrage nie isoliert, sondern immer gegen den tatsächlichen Auftragswert und Ihre Abschlussquote. Bei hochpreisigen Dachdecker-Projekten bleibt selbst ein auf den ersten Blick hoher Lead-Preis meist hochprofitabel. Wie das komplette System dahinter aufgebaut ist, zeigt der Pillar-Artikel zur Neukundengewinnung für Dachdecker.